Marketing für Selfpublisher mit wenig Zeit: Worauf es wirklich ankommt und warum weniger oft mehr ist
- Saphira White

- vor 3 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Es gibt diesen Moment, den fast jede*r Selfpublisher*in kennt.
Du hast geschrieben. Neben Job, Familie und all den Verpflichtungen. Du hast Nächte geopfert, Gedanken sortiert, dich durch Zweifel gearbeitet.
Und dann ist dein Buch da.
Und plötzlich heißt es: Jetzt musst du Marketing machen.
Instagram. Website. Newsletter. Launchpläne. Sichtbarkeit. Reichweite.
Und irgendwo zwischen all diesen Begriffen kommt dieses leise Gefühl auf:
Ich schaffe das nicht. Ich habe dafür keine Zeit. Und ehrlich gesagt fühlt es sich auch nicht richtig an.
Wenn du berufstätig bist, vielleicht Kinder hast und Schreiben dein Herzensprojekt ist, dann wirkt Buchmarketing schnell wie eine zusätzliche Vollzeitstelle. Eine, für die du weder Energie noch klare Anleitung hast.
Und genau hier liegt das Problem.
Nicht bei dir.
Sondern bei der Art, wie Buchmarketing oft vermittelt wird.

Warum Marketing für Selfpublisher*innen so oft überfordert
Das klassische Marketing-Narrativ sagt:
Sei sichtbar.
Poste regelmäßig.
Baue Reichweite auf.
Sei konsistent.
Sei präsent.
Was dabei selten gesagt wird:
Diese Ratschläge sind meist für Menschen gedacht, die Zeit, Ressourcen und mentale Kapazität dafür haben.
Viele Selfpublisher*innen haben das nicht.
Sie denken kreativ, aber nicht taktisch. Sie wollen berühren, nicht performen.
Und trotzdem versuchen sie, ein Marketingsystem umzusetzen, das auf Druck, Dauerpräsenz und Vergleich basiert.
Kein Wunder, dass es sich falsch anfühlt.

Wenig Zeit ist kein Marketingproblem – sondern ein Prioritätenproblem
Wenn du wenig Zeit hast, ist die Lösung nicht, mehr zu machen. Die Lösung ist, das Richtige wegzulassen.
Denn nicht jede Marketingmaßnahme bringt Leser*innen. Und nicht alles, was laut ist, wirkt.
Viele Autor*innen verlieren ihre Energie an:
Plattformen, die ihnen nichts zurückgeben
Inhalte, die sie nur erstellen, weil „man das so macht“
Strategien, die sie innerlich auslaugen
Marketing mit wenig Zeit funktioniert nur, wenn es reduziert, fokussiert und ehrlich ist.

Worauf es im Buchmarketing wirklich ankommt
Überraschung, es komm nicht auf Perfektion an. Nicht auf Dauerbeschallung. Nicht auf Sichtbarkeit um jeden Preis.
Sondern auf drei leise, aber wirksame Prinzipien.
1. Verbindung schlägt Reichweite
Du brauchst keine tausenden Menschen, die dein Buch sehen. Du brauchst die richtigen.
Menschen, die sich von deinen Themen angesprochen fühlen. Die emotional andocken. Die bleiben.
Ein ehrlicher Text, eine echte Geschichte oder ein Gedanke, der berührt, kann mehr bewirken als zehn perfekt geplante Posts ohne Seele.
2. Kontinuität entsteht durch Machbarkeit, nicht durch Disziplin
Viele glauben, sie scheitern am Marketing, weil sie nicht diszipliniert genug sind.
In Wahrheit scheitern sie an unrealistischen Erwartungen.
Marketing, das nur funktioniert, wenn du ständig über deine Grenzen gehst, wird nicht funktionieren. Marketing, das sich in dein Leben integrieren lässt, schon.
Das kann bedeuten:
ein fixer kleiner Zeitrahmen
ein ruhiger Rhythmus
eine Plattform weniger statt mehr
3. Deine Stimme ist dein stärkstes Marketinginstrument
Du musst nicht verkaufen wie andere .Du musst nicht klingen wie andere. Du musst niemanden überzeugen.
Autor*innen haben etwas, das kein Marketingkurs lehren kann: eine Stimme, die berührt.
Wenn du beginnst, über dein Buch so zu sprechen, wie du es geschrieben hast, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen verkauft Bücher.
Tu so, als sprichst du mit Freunden über dein Buch.

Warum weniger Marketing oft mehr Leser*innen bringt
Kurz und knapp gesagt:
Weniger Plattformen. Weniger Druck. Weniger Vergleiche.
Dafür:
mehr Klarheit
mehr Tiefe
mehr Verbindung
So leicht ist es. Marketing darf sich wie Schreiben anfühlen. Nicht wie ein zusätzlicher Beweis deiner Leistungsfähigkeit.
Die wichtigste Frage zum Abschluss:
Die wichtigste Frage sollte für dich nicht lauten: Was sollte ich alles tun?
Sondern: Was fühlt sich für mich tragbar an und was darf ich loslassen?

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